Magazin BerührungsPUNKTE | Nr. 16: »Daneben« 10/2009

Doppeldeutig

Was haben eine altertümliche Handbohrmaschine, ein vergoldetes Opernglas mit Perlmuttgriff und eine kleine Schiffsschraube gemeinsam? Frauke und Dietmar Nowodworski haben sie gefunden – die Bohrmaschine in Köln, die Schiffsschraube in Hamburg und das Opernglas in Budapest – und zu einer mannshohen Skulptur zusammengefügt. Mit der schlanken Gestalt und dem kühlen Blick aus den gold umrahmten Gläsern wirkt sie streng, fast ein bisschen etepetete. Doch sie hat auch eine ganz andere Seite. Dreht man an der seitlichen Kurbel der Bohrmaschine beginnt ein rasender Tanz, bis der Griff des Opernglases durch die Fliehkraft horizontal absteht. Nach dem Austrudeln richtet sich der Blick wieder starr in die Ferne. Als Verursacher und Beobachter weiß man nicht so recht, ob die Unterbrechung eine Wohltat oder lästige Pflicht war.

Sammeln von Sinnen

Die beweglichen Skulpturen und Objekte des Künstlerpaares haben ganz unterschiedliche Wirkungen. Mal direkt wie gerade erlebt, mal wird man zum Betrachter kleiner Universen und mal entlocken sie einem ein Schmunzeln. Eines haben alle gemeinsam: Sie bestehen aus unterschiedlichsten Fundstücken, die – liebevoll und kreativ zusammengesetzt – einen bis dahin verborgenen Sinn entfalten. In dem historischen Haus in der Altstadt von Unna, in dem Frauke und Dietmar Nowodworski wohnen, arbeiten und ausstellen, hängt der Himmel sprichwörtlich voller Ideen. Ihre gesammelten „Rohstoffe“ bewahrt das Künstlerpaar in einer großen Werkstatt auf – in Regalen und aus Platzgründen auch an Haken an der Decke.

Oft sind die einzelnen Fundstücke für sich schon kleine Kunstwerke. Schrammen, Beulen und Gebrauchsspuren erzählen von einem zweckbestimmten Vorleben. Frauke und Dietmar Nowodworski gucken genau hin undentdecken darüber hinaus verborgene Qualitäten, die sie durch die Kombination mit weiteren Fundstücken, kleinen Figuren, Federn, Rädern oder anderen Gegenständen aus ihrem Fundus zum Vorschein bringen. Kleine Motoren im Inneren der Kunstwerke starten auf Knopfdruck oder reagieren über Sensoren auf Bewegung. So werden die Objekte zum Leben erweckt – manche danken es dem Betrachter auch mit einer akustische Begleitung.

Erwecken Sie unter www.beruehrungspunkte.de die Kunst zum Leben und entdecken Sie das ganze Potenzial der Objekte.

‚XCHANGE
Neben der Sammelleidenschaft arbeitet das Künstlerpaar an weiteren Projekten. Großformatige Installationen und vor allem die Fotografie gehen immer wieder Verbindungen ein, so auch bei dem aktuellen Projekt im Rahmen der europäischen Kulturhauptstadt RUHR.2010.

In Zusammenarbeit mit dem Stadtheimatpfleger Wolfgang Patzkowsky und internationalen Künstlern und Fotografen thematisieren Frauke und Dietmar Nowodworski den Verfall und die Neuentdeckung von Industriebrachen und -architekturen.

Führungen, Installationen und Fotografien beleuchten das Thema Fusion urbaner Kerne und landschaftlicher Zonen. Ein ehemaliges Fabrikgebäude, seiner ursprünglichen Funktion enthoben, dient hierbei als Ausstellungs- und Projektionsfläche und zeigt so pragmatisch eine Neuentdeckung alter Industriekultur.

Doppeldeutig

Was haben eine altertümliche Handbohrmaschine, ein vergoldetes Opernglas mit Perlmuttgriff und eine kleine Schiffsschraube gemeinsam? Frauke und Dietmar Nowodworski haben sie gefunden – die Bohrmaschine in Köln, die Schiffsschraube in Hamburg und das Opernglas in Budapest – und zu einer mannshohen Skulptur zusammengefügt. Mit der schlanken Gestalt und dem kühlen Blick aus den gold umrahmten Gläsern wirkt sie streng, fast ein bisschen etepetete. Doch sie hat auch eine ganz andere Seite. Dreht man an der seitlichen Kurbel der Bohrmaschine beginnt ein rasender Tanz, bis der Griff des Opernglases durch die Fliehkraft horizontal absteht. Nach dem Austrudeln richtet sich der Blick wieder starr in die Ferne. Als Verursacher und Beobachter weiß man nicht so recht, ob die Unterbrechung eine Wohltat oder lästige Pflicht war.

Sammeln von Sinnen

Die beweglichen Skulpturen und Objekte des Künstlerpaares haben ganz unterschiedliche Wirkungen. Mal direkt wie gerade erlebt, mal wird man zum Betrachter kleiner Universen und mal entlocken sie einem ein Schmunzeln. Eines haben alle gemeinsam: Sie bestehen aus unterschiedlichsten Fundstücken, die – liebevoll und kreativ zusammengesetzt – einen bis dahin verborgenen Sinn entfalten. In dem historischen Haus in der Altstadt von Unna, in dem Frauke und Dietmar Nowodworski wohnen, arbeiten und ausstellen, hängt der Himmel sprichwörtlich voller Ideen. Ihre gesammelten „Rohstoffe“ bewahrt das Künstlerpaar in einer großen Werkstatt auf – in Regalen und aus Platzgründen auch an Haken an der Decke.

Oft sind die einzelnen Fundstücke für sich schon kleine Kunstwerke. Schrammen, Beulen und Gebrauchsspuren erzählen von einem zweckbestimmten Vorleben. Frauke und Dietmar Nowodworski gucken genau hin undentdecken darüber hinaus verborgene Qualitäten, die sie durch die Kombination mit weiteren Fundstücken, kleinen Figuren, Federn, Rädern oder anderen Gegenständen aus ihrem Fundus zum Vorschein bringen. Kleine Motoren im Inneren der Kunstwerke starten auf Knopfdruck oder reagieren über Sensoren auf Bewegung. So werden die Objekte zum Leben erweckt – manche danken es dem Betrachter auch mit einer akustische Begleitung.

Erwecken Sie unter www.beruehrungspunkte.de die Kunst zum Leben und entdecken Sie das ganze Potenzial der Objekte.

‚XCHANGE
Neben der Sammelleidenschaft arbeitet das Künstlerpaar an weiteren Projekten. Großformatige Installationen und vor allem die Fotografie gehen immer wieder Verbindungen ein, so auch bei dem aktuellen Projekt im Rahmen der europäischen Kulturhauptstadt RUHR.2010.

In Zusammenarbeit mit dem Stadtheimatpfleger Wolfgang Patzkowsky und internationalen Künstlern und Fotografen thematisieren Frauke und Dietmar Nowodworski den Verfall und die Neuentdeckung von Industriebrachen und -architekturen.

Führungen, Installationen und Fotografien beleuchten das Thema Fusion urbaner Kerne und landschaftlicher Zonen. Ein ehemaliges Fabrikgebäude, seiner ursprünglichen Funktion enthoben, dient hierbei als Ausstellungs- und Projektionsfläche und zeigt so pragmatisch eine Neuentdeckung alter Industriekultur.

Aus dem Magazin BerührungsPUNKTE – Magazin Nr. 16: »Daneben«



    Schreibe einen Kommentar